Meta





 

Traum deines Lebens (1st Story)

Sooo, hier dann jetzt wie versprochen eine Geschichte von mir. Entschuldigt, dass es etwas länger gedauert hat, aber es ging für mich die Schule wieder los und dann musste ich für Arbeiten lernen. Da blieb kaum Zeit, um Geschichten zu schreiben bzw. mich mit dem Geschichtenhochladen zu befassen.

Denn von dieser Story hier habe ich vor 5 Monaten die erste Version geschrieben. Und jetzt habe ich sie aber noch mal überarbeitet. Mir persönlich gefällt sie sehr (nicht nur weil sie von mir ist), sondern weil sie auch ein Thema enthält, dem Tanzen, welches mir sehr gefällt.

Ich hoffe, sie gefällt euch auch. Ihr könnt es ja in die Kommentare schreiben. Viel Spaß beim Lesen!

 

 

Traum deines Lebens

 

1

 

Ein Samstagnachmittag wie immer. Naja außer, dass ich allein zu Hause bin. Mir ist langweilig. Ursprünglich sollte ich meine beste Freundin besuchen, doch sie rief an und sagte ab, weil sie krank ist. Also, was kann ich nun machen? Ich könnte rausgehen, aber das Wetter ist auch nur mittelmäßig. Lesen? Tue ich sowieso schon viel zu viel, außerdem habe ich gerade nichts mehr zum Lesen. Hm… Im Internet surfen? Nein! Ehrlich gesagt, bin ich schon süchtig nach den Social Media. Ha! Jetzt weiß ich es: Tanzen. Ich liebe tanzen, auch wenn ich, ehrlich gesagt, nicht wirklich eine Richtung, sondern einfach so wie ich will, tanze. Aber für eine professionelle Tanzausbildung bzw. für einen schlichten Tanzkurs habe ich kein Geld. Naja, auf jeden Fall, drehte ich jetzt meine Musik laut auf und tanzte dazu.

 

Eine Weile später hörte ich ein lautes WUMMS!

 

„Hallo??“ Was war das? Ich bekam Angst. Denn meine Eltern sollten eigentlich erst heute Abend wiederkommen. Und selbst wenn sie es sind: das Türaufmachen ist niemals so laut.

Ich ging hinaus auf den Flur. Und auf einmal steht da vor mir ein junger Mann!

„Wer sind Sie? Verschwinden Sie oder ich rufe die Polizei!“ ich wollte ihm gegenüber taff wirken und dachte, dass meine Stimme laut und bestimmt ist. Aber alles, was rauskam, war ein Krächzen.

„Runter auf den Boden!“ befahl er mir. Ich weiß nicht wieso, aber ich tat es. Aus Angst, dass er jeden Moment eine Waffe ziehen könnte?

„Scheiße! Das sollte nur ein harmloser Einbruch werden. Niemand sollte hier sein.“

Einbruch…? „Hören Sie… Wenn Sie jetzt gehen, dann sage ich niemanden etwas und werde auch nicht die Polizei rufen.“ Vielleicht bewege ich ihn so zum Gehen.

„Nein! Sei still! Ich muss nachdenken.“

Okay, dann spielen wir eben das arme Überfallsopfer, das alles macht, was der Bösewicht sagt. Während er nachdenkt, betrachte ich ihn näher. Er ist vielleicht Mitte zwanzig, um die 1,70 m groß und hat kurzes braunes Haar. Er trägt eine dunkelblau, verwaschene Jeans, ein schwarzes T-Shirt mit einem Totenkopf, ein paar schwarze Sneakers und eine Lederjacke.

„Okay, ich habe einen Plan. Pack dir eine Tasche mit Sachen, die du brauchst.“ Offensichtlich hatte er fertig nachgedacht, doch…

„Sachen packen? Wofür?“

„Du kommst mit mir mit. Und frag jetzt nicht für wie lange. Es ist auf unbestimmte Zeit.“

„Aber ich will nicht… Meine Eltern…“

„Deine Eltern!“ er lachte auf. „Wenn du willst, dass sie nicht deinen Leichnam irgendwo finden, dann mach´, was ich dir sage.“ fügte er streng, aber nicht allzu ernst hinzu.

„Okay…“ Ich ging in mein Zimmer, holte eine Tasche und packte da erst mal für eine Woche Klamotten rein. Wenn es nicht reicht, muss ich halt Sachen zweimal tragen oder der Mann muss mir neue Sachen kaufen. Mit einer geschmeidigen Drehung schlage ich meine Kleiderschranktür zu.

„Was war das denn?“ Der Mann stand in der Tür.

„Äh.. die Drehung? Eigentlich war ich gerade dabei zu tanzen, als Sie reinplatzten. Und ich habe auch jetzt noch Lust dazu.“

„Das geht noch besser, glaub´ mir.“ Er zögerte, dann sagte er: „Pack dir auch noch ein paar Klamotten ein, womit du gut tanzen kannst.“

„Okay… Ich bin übrigens Lucy. Und Sie sind…?“ Wenn ich schon eine Weile bei ihm bin, will ich ihn wenigstens auch mit seinen Namen ansprechen.

„Justin. Und jetzt pack schneller.“

Nachdem ich fertig gepackt habe, musste ich ihm mein Handy geben, das er selbstverständlich behält. Außerdem sollte ich einen Schal mitnehmen, den er mir dann in seinem Auto umband. Typisch Verbrecher. Man soll ja nicht wissen, wo sein Geheimversteck ist. Nach einer gefühlten Ewigkeit nahm er mir den Schal ab und wir standen vor einem verlassenen Lagerhaus.

„Ich weiß, es ist nicht gerade eine Luxusvilla, aber es hat ein gewisses Etwas.“ Sagte Justin.

Ja, in der Tat. Für ein Lagerhaus ist es irgendwie… cool.

„Und wie du siehst, brauchst auch gar nicht erst versuchen, abzuhauen, denn weit und breit nichts.“

„Ja, das sehe ich.“ Mehr wusste ich darauf auch nicht zu sagen.

 

 

1.1

So ein Mist! Ich dachte niemand sei hier. Aber nun steht bzw. kauert sie hier vor mir auf den Boden. Mit ihren blauen Augen, die mich jetzt völlig ängstlich anschauen. Sie muss gerade Sport oder etwas anderes, das anstrengend ist, gemacht haben, denn sie ist völlig verschwitzt in ihrer Leggings und ihrem Top. Ihr kurzes braunes Haar liegt auch etwas feucht an ihrem Gesicht.

Ich kann nicht anders. Ich muss sie mitnehmen. „Okay, ich habe einen Plan. Pack dir eine Tasche mit Sachen, die du brauchst.“

„Sachen packen? Wofür?“ fragte sie mich mit einer Mischung aus Angst und Überraschung.

„Du kommst mit mir mit. Und frag jetzt nicht für wie lange. Es ist auf unbestimmte Zeit.“

„Aber ich will nicht… Meine Eltern…“

„Deine Eltern!“ ich lachte auf. „Wenn du willst, dass sie nicht deinen Leichnam irgendwo finden, dann mach´, was ich dir sage,“ fügte ich streng, aber nicht allzu ernst hinzu. Ich kann ihren Eltern doch nichts antun…

Dann verschwand sie in einem Raum, ihr Zimmer nehme ich an. Ich wartete eine Weile, doch weil ich nicht unnötig Zeit verschwenden will, folge ich ihr und bleibe in der Tür stehen. Sie machte gerade ihre Kleiderschranktür zu, doch nicht normal, sondern mit einer Drehung nehme ich mal an. Deshalb fragte ich sie jetzt: „Was war denn das?“

„Äh.. die Drehung? Eigentlich war ich gerade dabei zu tanzen, als Sie reinplatzten. Und ich habe auch jetzt noch Lust dazu.“ Antwortete sie mir, etwas erschrocken, dass ich in der Tür stand.

„Das geht noch besser, glaub´ mir.“ Ich zögerte, dann sagte ich: „Pack dir auch noch ein paar Klamotten ein, womit du gut tanzen kannst.“ Ich werde ihr ein bisschen Nachhilfe in Tanzen geben. Sobald ich ihr das eröffnet habe, hoffe ich, dass sie dann nicht mehr so ängstlich ist.

„Okay… Ich bin übrigens Lucy. Und Sie sind…?“ Oh, Lucy heißt sie also. Ein schöner Name. Dann werde ich ihr auch mal meinen Namen nennen.

Also sagte ich „Justin. Und jetzt pack schneller.“ um mein Ziel, hier schnell wieder rauszukommen, voranzutreiben.

Nachdem Lucy fertig gepackt hatte, verband ich ihr in meinem Auto mit einem Schal von ihr die Augen, denn sie sollte unterwegs keine Möglichkeit haben, um nach Hilfe zu suchen und -das klingt jetzt vielleicht typisch Verbrecher- ich wollte nicht, dass sie den Weg kennt. Sie könnte ja sonst abhauen. Ich meine, als wir vor meinem Lagerhaus ankamen und ich ihr den Schal abnahm, dürfte auch ihr das klar sein. Denn es liegt in einem verlassenen Industriebetrieb und die nächste Bushaltestelle ist fünf Kilometer entfernt. Also würde sie ungefähr 1-1,5 Stunden laufen.

Als Lucy mein Heim von außen  fertig betrachtet hat, gingen wir rein, wo sie sich ebenfalls staunend umsah.

 

 

2

 

Von außen war ja das Lagerhaus schon cool, aber sein Inneres war einfach… WOW! Im hinteren Teil der Halle waren ein Badezimmer und sein Schlafzimmer. Im vorderen Teil war in der einen Hälfte des Raumes die Küche und das Wohnzimmer, in der anderen Hälfte war eine große Stereoanlage, wovor man bestimmt viel Platz zum Tanzen hatte.

„Du schläfst auf der Couch. Deine Sachen kannst du erst mal daneben stellen. Für die finden wir auch noch ein Platz.“ Sagte Justin in einem Befehlston.

Ich stellte artig meine Tasche neben die Couch, auf der ich mich danach hinsetzte. „Und nun?“ fragte ich Justin.

„Was „und nun“?“ fragte er irritiert zurück.

„Naja, jetzt hast du mich entführt und sagst mir nicht, was du nun mit mir vor hast.“ Erklärte ich ihm. Dass ich dabei zum „Du“ gewechselt habe, bemerkte ich gar nicht.

„Ach so… Du willst also wissen, was ich mit dir vor habe? Das werde ich dir verraten: Ich werde aus dir eine Spitzentänzerin machen. Denn du kannst mir wohl kaum weismachen, dass die Drehung vorhin, gut war. Außerdem ist dein Zimmer viel zu klein. Man kann sich ja da drin überhaupt nicht bewegen.“

„Was...?“ ich war sprachlos.

„Tja, ich kenne das Gefühl. Ich wollte auch unbedingt tanzen, aber mein alter Herr hatte etwas dagegen. Er meinte, es gehöre verboten. Die laute Musik und das Getrampel würden nur stören. Also bin ich deshalb mit 15 von zu Hause abgehauen. Zuerst habe ich eine Weile auf der Straße gewohnt. Doch dann kam so ein Mann vorbei und meinte, ich sollte mir einen Job suchen, denn sonst würde ich irgendwann als Süchtiger enden. Aber das wollte ich nicht. Als Süchtiger enden. Deshalb tat ich, was der Mann sagte und suchte mir einen Job. Die ersten Gehälter sparte ich, um mir dann damit eine Bleibe zu suchen. Doch selbst die billigsten Wohnungen waren zu teuer für mich. Und dann fand ich dieses Lagerhaus. Es kostet mich noch nicht mal Miete. Ich muss nur die Nebenkosten zahlen. Auf jeden Fall bezahlte ich dann mit meinen weiteren Gehältern die Möbel, manches habe ich aber auch von meinem Chef bekommen. - Er selbst war nämlich dabei neue Möbel zu kaufen und wozu die alten Möbel, die noch in Ordnung sind, wegschmeißen, wenn der Mitarbeiter es für kleines Geld haben kann? – Naja und nun bin ich hier, habe eine fette Stereoanlage und tanze, wann immer ich kann.“

„Wow, das tut mir Leid, dass du so eine harte Zeit hattest. Aber wieso wolltest du bei uns einbrechen, wenn du doch Geld verdienst und alles Notwendige hast?“ Das war echt eine unglaubliche, krasse und vor allem tragische Story. Aber der versuchte Einbruch war wirklich nicht gerechtfertigt.

„Ach, weißt du…“ Justin machte eine kurze Pause, so als ob er zögerte etwas zu sagen. Doch dann meinte er nur: „Das ist nicht wichtig. Jetzt bist du hier und kannst von mir tanzen lernen.“

 

Okay, das ist offensichtlich ein heikles Thema. Das muss ich aber später auf jeden Fall noch mal ansprechen. „Okay, und was tanzt du so? Ich meine, welche Richtung. Hip Hop? Breakdance? Oder etwa Ballet??“

„Ballett?“ er lachte. „Nein, ich tanze Streetdance. Allerdings muss ich um den Wettbewerb zu gewinnen irgendetwas Außergewöhnliches mit in meine Choreo einbauen.“

„Wie cool… Was ist das denn für ein Wettbewerb?“ fragte ich ihn.

„Da kommen nur die Besten der Besten hin. Ich habe bereits an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen, um zu diesem hinzugehen. Doch dieser Wettbewerb ist der Wichtigste. Wenn man den gewinnt, dann bekommt man einen Geldpreis und einen Platz an einer Elite-Tanzschule. Das ist mein Traum. Auf die Tanzschule zu gehen.“

„Ja… ich würde auch total gerne auf eine Tanzschule gehen. Oder zumindest einen Tanzkurs machen. Aber das Geld dafür habe ich nicht.“ Erwiderte ich traurig.

„Deshalb werde ich dir auch ein bisschen Tanzen beibringen. Aber erst mal koche ich uns was zum Essen. Magst du Spaghetti?“ Wow, Justin schaffte es total einfach erst mal das Thema zu wechseln.

„Ja… Wie spät ist es eigentlich?“ Ich wollte wissen, ob sich meine Eltern schon Sorgen machen oder ob sie erst noch den Schock bekommen. Denn ich hatte das Gefühl, es sind schon ein paar Stunden seit meiner Entführung vergangen. Draußen wurde es nämlich schon dunkel.

„Es ist gleich… 19 Uhr.“ Er stellte gerade einen Topf voll Wasser auf den Herd. „Wieso fragst du?“

„Ach, nur so.“

„Ist es wegen deiner Eltern?“

Woher zum Teufel weiß er das? Kann er etwa Gedanken lesen? Doch ich sagte nichts.

„Lucy?“ Er hielt inne – Justin war gerade dabei Spaghetti ins kochende Wasser zu geben.

Ich weiß nicht warum, aber auf einmal musste ich anfangen zu weinen. „Meine Eltern…“

Justin kam zu mir und setzte sich neben mich auf die Couch.

„Sie machen sich bestimmt schon Sorgen und haben die Polizei gerufen.“ Nun liefen mir die Tränen wie ein Wasserfall die Wangen runter.

„Hör zu, Lucy. Ich kann verstehen, dass du zu deinen Eltern möchtest. Aber wann hast du das letzte Mal wirklich nur an dich gedacht? Ohne dabei erst mal die Erlaubnis deiner Eltern einzuholen.“

„Was meinst du…?“ ich stand irgendwie auf dem Schlauch.

„Naja, du bist ein Mensch, der sich erst um seine Mitmenschen kümmert und dann erst an sich denkt. Was ich damit sagen will: Fang doch jetzt mal an, nur an dich zu denken. Lerne von mir tanzen.“

Mein Gehirn hat schon losgelegt eine Frage zu produzieren „Woher weißt du, dass ich so ein Mensch bin?“, aber alles, was ich sagte, war: „Du hast recht. Ich sollte wirklich mal an mich denken.“

„Siehst du? Manchmal braucht man einen Menschen, der einen nur wenig kennt, um sich selbst mal anders zu betrachten.“ Er hielt mir nun ein Taschentuch hin.

„Ja, das stimmt.“ Ich nahm das Taschentuch entgegen und wischte mir meine Tränen weg. Dann fragte ich: „Wann sind die Spaghetti fertig?“

„Oh, Mist…“ Justin rannte zum Herd und machte ihn aus. „Magst du Nudelpampe?“ Er hielt den Topf hoch und grinste.

Da war es dann auf einmal mit meiner Beherrschung vorbei und ich fing an zu lachen.

„Ja, lach nur.“ Aber dann stimmte er selbst mit ein.

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Justin und ich uns schon lange kennen. Es ist als würde ich mit einem Freund über einen Witz lachen.

„Okay“ unterbrach Justin meine Gedanken „, ich bestell uns eine Pizza.“

 

3

 

Der Pizzabote kam und seltsamerweise verspürte ich nicht den Drang, ihm mitzuteilen, dass ich entführt wurde.

Danach setzten wir uns auf den Boden, aßen und unterhielten uns.

„Ich kann es immer noch nicht glauben, dass der Pizzaservice auch in die Pampa liefert.“ Ich musste grinsen. Es ist ja wirklich weit und breit nichts.

„Ja, dass auch der Pizzabote hierher findet, ist mir neu.“

Mein Gehirn fing an zu arbeiten. „Wie? Hast du etwa heute das erste Mal Essen hierher bestellt?“ Ich konnte es nicht fassen.

„Ja, das erste Mal. Sonst koche ich immer Essen oder gehe irgendwohin.“ Justin grinste.

Dann aßen wir für eine Weile schweigend die letzten Stücke.

Schließlich brach ich das Schweigen. „Wie alt bist du eigentlich?“ Zeit ein paar meiner Fragen zu beantworten.

„21. Warum fragst du?“ Er hatte die ganze Zeit auf das Essen geschaut, doch jetzt blickte er in meine Augen.

„Ach, ich hab mich nur gefragt, wie alt du bist.“ Ich schwieg einen Augenblick. „Moment.. Wenn du jetzt 21 bist, dann hast du vor sechs Jahren dein zu Hause und deine Eltern verlassen?“

„Ja. Aber ich habe nur meinen Vater verlassen. Meine Eltern haben sich scheiden lassen als ich fünf Jahre alt war. Meine Mutter hat nämlich damals einen anderen Kerl kennengelernt. Und wie es schien, war sie zu dem Zeitpunkt auch schon von ihm schwanger. “

„Oh, das tut mir Leid. Ich habe mich schon gefragt, was deine Mutter vom Tanzen hält.“ Mein Gehirn arbeitete gerade. „Aber wenn sie da schon schwanger war, dann hat sie ja dein Vater betrogen. Und deine Schwester oder dein Bruder müsste… 17 oder 18 Jahre alt sein.“

„Ich weiß.“

„Aber hast du denn nicht mal versucht zu deiner Mutter oder zu deiner Schwester bzw. deinen Bruder Kontakt aufzunehmen?“

„Nein, es würde wahrscheinlich nur deren Familie zerstören, wenn auf einmal ein junger Mann auftaucht und sagt: „Hallo, ich bin Justin. Ich weiß ja nicht, ob du es weißt, aber deine Mutter ist auch meine Mutter.““

Es machte sich eine unerträgliche Stille breit. Doch Justin unterbrach sie und sagte: „Ich räume dann mal den Pizzakarton weg. Du kannst schon mal ins Bad gehen und dich zum Schlafen fertig machen.“

Es war mir gar nicht aufgefallen, aber tatsächlich war ich jetzt mit einem Mal total müde.

Als ich aus dem Badezimmer kam, war die Couch ausgeklappt und es befand sich Bettzeug da drauf. Es war schon merkwürdig, wie fürsorglich Justin sich um mich kümmert.

„Ich habe schon mal dein Bett gemacht.“ Justin stand plötzlich hinter mir.

„Justin! Herrgott! Warum hast du dich denn so angeschlichen?“ Ich habe mich wirklich fast zu Tode erschreckt.

„Habe ich nicht. Ich habe sogar deinen Namen gesagt, aber du warst offensichtlich in Gedanken versunken.“

„Oh.. Ja, ich habe an meine Eltern gedacht. Was sie wohl gerade machen…?“ Das war noch nicht mal gelogen.

„Hatten wir das nicht vorhin geklärt?“ Justin schien deswegen ein bisschen genervt, also sagte ich nur: „Ja, hatten wir.“

„Okay, jetzt schlaf´.

Ich ging zur Couch, setzte mich zunächst nur drauf und schließlich kuschelte ich mich ins Bettzeug. Es duftete ein wenig nach zu Hause. Ich gab mich diesem Duft hin und meine Augen fielen von alleine zu.

Ich glaubte, fast noch zu hören, wie Justin sagte: „Schlaf gut, Schwesterchen.“ Doch ich konnte nicht sagen, ob das wirklich war oder nicht. Ich fiel in einen tiefen Schlaf.

 

 

4

 

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war Justin bereits wach und bereitete das Frühstück zu. Mein Mund war merkwürdig trocken, doch als ich auf das Kopfkissen sah, wusste ich warum: Ich hatte in der Nacht gesabbert. Blöde Angewohnheit von mir. Ich stöhnte. Daraufhin wandte sich Justin zu mir um.

„Guten Morgen. Alles in Ordnung?“ Er muss wohl gemerkt haben, dass etwas nicht stimmte.

„Morgen. Ähm…“ Konnte ich es ihm sagen? „Nicht weiter wichtig.“ Sagte ich schließlich.

„Lass mich raten: Du hast gesabbert?“

Woher zum Teufel…? „Ja…“ gab ich kleinlaut zu.

„Du brauchst dich dafür nicht schämen. Das ist was Natürliches und ich mache es auch.“ Er grinste. „Übrigens ist das Frühstück fertig.“

Ich stand von der Couch auf und kam zur Küchentheke. „Das sieht aber lecker aus.“ Sagte ich, als ich die Spiegeleier sah. „Und ausnahmsweise ist dir das Essen nicht danebengegangen“ Ich grinste.

Nachdem wir gefrühstückt hatten, machte sich jeder fertig. Dann meinte Justin: „Okay, ich fahre jetzt schnell ein paar Sachen einkaufen. Ich denke, ich bin einer Stunde wieder da. Mach es dir einfach gemütlich, tanz ein bisschen oder tu irgendwas anderes.“

Ich wollte schon fragen, wieso ich nicht mitkommen kann, doch dann fiel mir ein, dass ich ein bisschen rumschnüffeln konnte, während er nicht da ist. „Okay, viel Spaß“

Ich wartete ein paar Minuten, um sicher zu gehen, dass die Luft rein war. Dann ging ich zuerst in Justins Schlafzimmer. Ich zog jede Schublade seiner Kommode auf, doch außer Kleidung fand ich nichts Besonderes darin. Dann ging ich zu seinem Bett und zog seine Nachttischschublade auf. Was ich da entdeckte, war ein Schock für mich. Hastig schloss ich die Schublade wieder. Ich meine, eigentlich hätte es mich gewundert, wenn ich es NICHT gefunden hätte. Aber das ist ja auch egal. Jungs und Männer tun so etwas. Das ist normal.

Danach ging ich wieder aus seinem Schlafzimmer. Mir war klar, dass ich dort nichts Interessantes finde. Ich suchte nun im Wohnzimmer nach interessanten Dingen, doch es gab nichts. Schließlich gab ich meine Suche auf und setzte mich wieder auf die Couch. Es dauerte noch nicht mal mehr fünf Minuten, da kam auch schon Justin mit zwei Einkaufstüten wieder.

„Hey, hast du die ganze Zeit auf der Couch gesessen?“ fragte Justin, während er die Einkäufe verstaute.

„Nein, ich bin auch ein bisschen auf und ab gelaufen.“ Erwiderte ich trocken.

Justin bedachte mich mit einem Blick, als ob er wüsste, dass ich alles nach interessanten Dingen abgesucht habe. Doch dann fragte er nur: „Wollen wir gleich mit deinem Tanztraining beginnen?“

„Gerne.“ Ich konnte es kaum abwarten. Ich schlüpfte in bequeme Tanzsachen und als ich wieder aus dem Bad kam, lief auch schon Musik. Es war normale Musik aus dem Radio. Im gleichen Moment kam auch Justin aus seinem Schlafzimmer. Er trug nun einen schwarzen Sweater, eine Jogginghose und Turnschuhe.

„Herzlich Willkommen im Tanzstudio von Justin! Hier sehen Sie eine seiner Tanzschüler: Lucy!“ Justin machte eine Ansage, als wären wir in einer Fernsehshow.

„Und gleich dahinter kommt der Tanzlehrer selbst: Justin!“ vollendete ich seine Ankündigung. Wir lachten.

„Regel 1 beim Tanzen: Hab Spaß und sei locker. Das ist die wichtigste Regel. Wenn man nämlich nicht entspannt ist, sieht man sehr schnell verkrampft aus und das sieht dann nach alles aus, nur nicht nach tanzen.“

„Okay, das müsste ich hinkriegen.“ Sagte ich und machte absichtlich eine verkrampfte Bewegung. Daraufhin fing Justin an zu lachen. Er hat den Witz verstanden. Doch um zu zeigen, dass ich es wirklich kann, machte ich eine normale Abfolge von Tanzschritten, die mir gerade so durch den Kopf wirbelte.

„Hey, nicht schlecht. Aber das geht alles noch viel besser.“ Ich trat einen Schritt zurück und Justin zeigte mir ein paar Moves, bei denen mir schon beim Zuschauen fast schwindelig wird. „Wow! Das war ja der Hammer. Aber ich weiß nicht, ob ich das schaffe.“ Meinte ich dann zu ihm als er fertig war.

„Keine Sorge, wir fangen mit einfachen Sachen an. Und dann wird es auch einfacher, das nachzumachen.“ Beruhigte er mich.

Nach fünf Stunden Tanztraining war ich vollkommen erschöpft. Ich wäre fast tot ins Bett gefallen, wenn ich nicht Hunger hätte und eine Dusche bräuchte.

„Okay, ich geh jetzt zuerst schnell unter die Dusche. Während du dich dann frisch machst, bereite ich das Essen zu.“ Sagte Justin.

„Okay… Ich leg mich in der Zwischenzeit hin.“ Murmelte ich. Ich bemerkte bereits, dass ich am Eindämmern war.

 

5

 

Jemand rüttelte mich auf einmal wach. Wer wagt es mich zu wecken? Ich schlage die Augen auf. Über mir sehe ich Justins Gesicht.

„Hey, Schlafmütze.“

„Warum weckst du mich? Kannst du mich nicht einfach schlafen lassen?“ im gleichen Moment meldete sich mein Magen.

„Deswegen.“ Justin grinste. „Ich hab auch nur was Einfaches gemacht. Sandwiches.“ Bei dem Wort „Sandwiches“ knurrte wieder mein Magen.

„Okay.“ Widerwillig richtete ich mich auf. Doch zu meiner Überraschung musste ich noch nicht mal aufstehen. Der Teller mit Sandwiches stand auf einem kleinen Tisch neben der Couch.

Justin setzte sich neben mich, nahm ein Sandwich und hielt es mir hin. Dankbar nahm ich an. Nachdem das erste Sandwich gegessen war, nahm ich mir gleich ein Zweites. Doch dann hielt ich inne und fragte Justin: „Warum bist du eigentlich so… nett zu mir? Ich meine der Tanzunterricht und das hier…“ ich machte eine Geste, die der Schlafplatz und das Essen mit einbezog.

„Soll ich dich etwa verhungern lassen? Oder dich vom Schlafen abhalten? Aber wieso interessiert dich das?“ Offensichtlich verstand Justin nicht.

„Ich meinte eigentlich, warum hast du mich entführt und kümmerst dich dann so fürsorglich um mich? Du hättest mich doch auch einfach zu Hause lassen können.“ Versuchte ich ihm zu erklären.

„Okay, du willst es also unbedingt wissen?“

„JA!!“

„Gut, dann erzähle ich es dir. Ja, ich wollte bei euch einbrechen, aber ich wollte nichts stehlen. Ich wollte, mir Fotos von dir und deiner Mutter angucken. Und dann wollte ich wieder weg.“

„Was? Wieso wolltest du dir von mir und Mum Fotos angucken?“

„Lucy! Als meine Mutter damals weggegangen ist, war sie mit DIR schwanger. Ich bin dein Halbbruder!“ Justin war gerade wirklich aufgebracht.

„W-was?“ Ich kann es nicht fassen. Mir schien als würde man mir gerade alle Luft wegnehmen, die ich zum Atmen brauche. Ich sprang auf, lief zur Lagerhaustür und versuchte sie aufzubekommen. Ich musste unbedingt hier raus. Doch ich bekam die verdammte Tür nicht auf.

„Lucy…“ Plötzlich war Justin neben mir.

„Geh weg!“ Erst jetzt bemerkte ich, dass ich weinte.

„Wo willst du denn hin? Du hast doch gesehen, dass hier weit und breit nichts ist.“

„Ich will nach Hause!“ Ich merkte wie jämmerlich sich das anhörte. „Ich muss an die frische Luft.“ Doch auf einmal brach ich zusammen und hörte unaufhörlich an zu schluchzen.

„Lucy…“ Justin kam zu mir auf dem Boden und nahm mich in den Arm. Ich erwiderte sogar die Umarmung. Ich weiß nicht, wie lange wir da so saßen. Aber irgendwann versiegten die Tränen und meine Müdigkeit übermannte mich. Ich schlief in Justins Armen ein.

 

5.1

„…Ich bin dein Halbbruder!“ So, jetzt ist es raus. Und ich fühle mich irgendwie befreit und froh, Lucy nicht mehr anlügen zu müssen.

Doch jetzt ist Lucy völlig aufgelöst. Sie läuft zur Lagerhaustür, hat Schwierigkeiten sie aufzubekommen.

Ich folge ihr. „Lucy…“

„Geh weg!“ Ihr liefen Tränen die Wangen runter.

„Wo willst du denn hin? Du hast doch gesehen, dass hier weit und breit nichts ist.“

„Ich will nach Hause!“ sagte sie, doch dann ergänzte sie: „Ich muss an die frische Luft.“ Danach brach sie zusammen, hockte auf dem Boden und weinte. Ich kam nun zu ihr und nahm sie in den Arm. So saßen wir eine Weile da. Irgendwann waren die Tränen versiegt und Lucy schlief in meinen Armen ein.

Ich stand auf, nahm sie auf den Arm und legte sie auf die Couch, wo ich sie dann zudeckte.

Danach ging ich selber zu Bett. Doch schlafen konnte ich nicht. Ich musste viel zu viel nachdenken. Nachdenken wie es nun mit Lucy weitergeht und ob ich sie nicht lieber zurückbringen sollte. Irgendwann bin ich dann doch noch eingeschlafen.

 

6

 

Als ich aufwachte, lag ich wieder auf der Couch unter der Decke. Justin muss das wohl gewesen sein. Ich schob die Decke weg und bemerkte, dass ich noch immer meine Tanzklamotten anhatte. Deshalb sprang ich unter Dusche und zog frische Klamotten an. Als ich fertig war, kam auch Justin gerade aus seinem Schlafzimmer.

„Guten Morgen.“ Sagte er. „Wenn du willst, fahre ich dich nach dem Frühstück nach Hause.“

„Wieso?“ ich wunderte mich über seinen Sinneswandel.

„Ich habe nachgedacht und stellte dabei fest, dass nur, weil mich Mum damals verlassen und im Stich gelassen hat, sie nicht auch dich im Stich lässt. Vielleicht war sie ja auch einfach nur nicht glücklich mit meinem Dad.“ Er schaute verlegen zum Boden, dann zu mir und wieder zurück.

„Frag sie doch nachher selbst.“ Erwiderte ich.

„Wie…?“ Jetzt war Justin sprachlos.

„Fahr mich nachher nach Hause und frag sie selbst. Dann hast du Gewissheit.“ Erklärte ich schlicht.

„Okay… Aber jetzt mache ich uns Frühstück, dann machen wir uns fertig und fahren nach Hause.“

 

Während Justin das Frühstück zubereitete, packte ich schon mal meine Sachen zusammen. Irgendwie fand ich es auch schade, wieder nach Hause zu müssen. Aber ich würde ja nicht den Kontakt zu Justin abbrechen, sondern eine geschwisterliche Beziehung zu ihm aufbauen.

„Frühstück ist fertig.“ Rief Justin mir zu und holte mich somit aus meinen Gedanken.

Nachdem wir fertig waren, gingen wir zu Justins Auto und fuhren schließlich los. Los, zu einer neuen Zukunft.

Meinen Schlüssel hatte ich natürlich nicht mit und musste klingeln. Doch ich wusste sofort, dass das besser war.

Mum machte die Tür auf, bekam große Augen als sie mich sah und brach in Tränen aus: „Lucy! Wo hast du nur gesteckt? Wir haben uns solche Sorgen um dich gemacht!“

„Mir geht es gut, Mum.“ Versuchte ich sie zu beruhigen. Dann trat ich einen Schritt zur Seite und endlich bemerkte meine Mutter auch Justin.

Sie schien ihn nicht zu erkennen, denn sie sagte voller Dankbarkeit: „Danke, dass Sie Lucy nach Hause gebracht haben. Wie können wir Ihnen nur danken? Wollen Sie reinkommen und vielleicht ein Kaffee trinken?“

„Es ist schon merkwürdig von der eigenen Mutter gesiezt zu werden.“ Brachte schließlich Justin heraus.

Mum war geschockt, doch dann fragte sie überwältigt: „Justin?“ Dann fiel sie ihm um den Hals und murmelte etwas, von wegen wie er sie gefunden hätte und was er hier zu suchen hatte.

„Mum…“ Justin standen ebenfalls die Tränen in den Augen. Beinahe hätte ich auch angefangen zu heulen, aber stattdessen ging ich an meiner Mutter vorbei ins Haus und fragte: „Kommt ihr nun rein?“

Das schien die beiden wieder in die Realität zurückzuholen.

Nach einer Stunde hatten sich Mum und Justin ein wenig ausgesprochen und sie versprachen einander den Kontakt nicht abzubrechen. Dann musste Justin zur Arbeit.

„Hey, wenn du immer noch tanzen lernen möchtest: Du weißt ja, wo ich wohne.“ Sagte Justin im Rausgehen. Dann nahm er mich in den Arm und ging.

„Seit wann weißt du, dass er dein Halbbruder ist?“ fragte mich Mum, nachdem sie tausendmal nachgefragt hat, ob mit mir auch alles in Ordnung sei.

„Erst seit gestern Abend.“ Antwortete ich ihr. Justin und ich hatten ihr erzählt, warum ich weg war. Doch sie fand es jetzt im Nachhinein okay, auch wenn sie sich Sorgen um mich gemacht hat. So hat sie jetzt jedenfalls ihren Sohn zurück, meinte sie.

 

6.1

Ich schloss die Haustür.

Oh, halleluja. Ich bin so froh Mum wieder zu haben. Ich hab sie wirklich vermisst. Doch ich hab jetzt nicht nur sie wieder, sondern auch eine Schwester, die ich unglaublich gern habe.

Und Lucy wird auf jeden Fall mit mir zum Tanzwettbewerb kommen. Dafür werde ich schon sorgen. 

 

 

Epilog

 

Ein Monat später.

Tja, wir sind jetzt eine glückliche Familie. Justin wohnt jetzt bei uns, aber das Lagerhaus nutzen wir weiterhin zum Tanzunterricht. Ich hab schon viel von ihm gelernt. Kaum zu fassen, dass morgen schon der Wettbewerb ist. Wenn wir gewinnen, bekommt Justin einen Platz an einer Elite-Tanzschule und somit wird sein Traum war. Mum ist ja auch total stolz auf uns und wünscht uns Glück dafür. Heute müssen Justin und ich nämlich schon los zum Tanzwettbewerb in Berlin. Wir schlafen dort eine Nacht, damit wir am nächsten Tag fit sind.

„Bist du bereit?“ Justin sitzt in seinem Auto und ich neben ihm.

„Ja, das bin ich.“ Wie auf Kommando fährt er los.

 

24 Stunden später

„Und die Gewinner des diesjährigen Tanzwettbewerbs sind…. Justin und Lucy!“ Es ist als würde ich schweben, während Justin und ich uns auf den Weg zum Richter machen, um den Pokal und den Geldpreis entgegen zu nehmen, sowie ein Schriftstück, dass erlaubt ein Platz an der Elite-Tanzschule zu haben.

„Und wer von euch beiden wird den Platz an der Tanzschule nehmen?“ fragte uns der Richter, damit er den Namen in das Schriftstück eintragen kann.

Justin und ich sahen uns einen Augenblick an. Dann, als ich gerade Justins Namen sagen wollte, sagte Justin: „Lucy. Sie verdient ihn.“

Ich sah ihn perplex an, doch er formte nur den Mund zu einem Später, denn jetzt bejubelten die Zuschauer uns.

 

„Schatz, ich kann es gar nicht fassen. Glückwunsch, ihr habt es geschafft.“ Mum und ich telefonierten gerade von unserem Hotelzimmer aus. Justin war noch unter der Dusche.

Dann kam er raus, nahm mein Telefon, wechselte ein paar Worte mit Mum und legte auf.

„Wieso überlässt du mir den Platz an der Tanzschule? Es war doch dein Traum zu tanzen.“ Fragte ich ihn, um zum Thema zu kommen.

„Lucy, es war mein Traum. Doch während wir den Auftritt hatten, wurde mir eins klar: Ich tanze zwar gerne, aber ich weiß nicht, ob ich das dauerhaft jeden Tag machen möchte. Du hingegen… Ich habe dich auf der Bühne beobachtet und du hast dabei so glücklich ausgesehen.“

„Ich tanze doch auch nur Spaß, Justin. Ich brauche keinen Platz an der Tanzschule, um das zu können.“

„Lucy… Erinnerst du dich noch an unser Gespräch, als du nach Hause wolltest und geweint hast? Als ich dir sagte, du sollst auch mal an dich denken?“

Ich nickte.

„Dann mach das, indem du die Tanzschule besuchst.“

„Okay, du hast recht. Aber nur wenn du das Geld nimmst und aus dem Lagerhaus eine Tanzschule machst für Kinder, die so wie du tanzen wollen, aber kein Geld haben oder ihre Eltern auch etwas dagegen haben.“

„Abgemacht.“

 

--ENDE--

20.1.15 17:59

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Manfred / Website (20.1.15 19:05)
In sich nicht schlecht, aber ich finde, dass die Geschichte zu Oberflächlich ist. Besonders der Anfang. Es bleiben zu viele Fragen und du könntest auch noch mehr die Räumlichkeiten beschreiben, die Gefühle und den Sinn.
Also, wenn bei mir plötzlich ein Mann in der Wohnung wäre, dann würde es garantiert anders ablaufen. Viel mehr laute Gespräche. Zum Beispiel ist ihr Gehör eingeschränkt, weil sie so laute Musik gelaufen ist. Und beschreibe die Angst mehr, die sie hat. Er nimmt übrigens auch nichts mit, wobei er einbrechen wollte.

Cool finde ich, die Story aus beiden Sichtweisen zu schreiben. Bin auch ein großer Freund davon.
Aus der Story ist theoretisch mehr zu machen. Trotzdem nicht schlecht.
Freundliche Grüße


(20.1.15 19:12)
Vielen Dank für das Feedback. Ich werde es bei meiner nächsten Geschichte berücksichtigen.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen